Wiesensalbei: Alle Infos über das Wildkraut im Überblick
Ihre lateinische Bezeichnung zeigt schon an, wie sehr die Pflanze geschätzt wird: Salvia stammt von lateinisch „salvare“ ab und bedeutet „heilen“. Zwar soll der Wiesensalbei nicht so wirksam wie der kultivierte Gartensalbei sein. Aber wir mögen es hier lieber „wild“ wachsend, weshalb wir diese wunderschön violett blühende Wiesenpflanze gerne vorstellen, deren Blüten auch bei zahlreichen Insekten heiß begehrt sind. Schon von den Römern und Griechen wurde der Salbei verehrt. Im Mittelalter galt er als Zauberkraut und sollte vor Hexen und bösen Geistern schützen. Heute unterstützt er uns vor allem in der Küche und in der Pflanzenheilkunde – in beiden Gebieten ist der Wiesensalbei vielseitig einsetzbar.
Allgemeine Informationen
- Wissenschaftlicher Name: Salvia pratensis
- Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
- Sammelzeit: Die Triebspitzen findest Du im April und Mai. Die Blätter sammelst Du am günstigsten von April bis Juni, sie sind aber auch bis in den September hinein zu finden. Die Pflanze blüht von Juni bis Ende Juli.
- Orte: Der Wiesensalbei wächst auf sonnigen und trockenen Wiesen, an Waldrändern und Böschungen. Er bevorzugt kalkhaltige und/oder lehmige Böden. Die Pflanze ist bis in Höhen von 1200 Metern zu finden.
- Inhaltsstoffe: In der Pflanze sind ätherische Öle wie beispielsweise Cineol, Salven, Pinen, Thujon oder Camphen enthalten, außerdem Flavonoide, Bitterstoffe, östrogenartige Stoffe, Gerbsäure und Tannine.
- Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, Stängel, Triebspitzen
Besonderheiten
Bis Juni ist der Stängel des Wiesensalbeis sehr saftig – probiere einfach einmal den köstlich süßen Saft. Roh kannst Du die jungen Blätter zur Erfrischung Deines Atems kauen. Die Blätter geben zudem Würzölen ein angenehmes Aroma und würzen Kräuterwein, -likör und Schnaps. Auch Tee wird gerne aus ihnen zubereitet. Zarte Blätter und Triebspitzen verfeinern außerdem Salate, Suppen, Eintöpfe Soßen, Backgemüse, Kräuterquark oder Kräuterhackmischungen. Die Blüten ergeben eine hübsche essbare Deko für zahlreiche Speisen und bereichern auch Gemüse und Speiseöle. Dem Grünen Smoothie verleihen die essbaren Bestandteile des Wiesensalbeis einen aromatischen, fruchtig-frischen und leicht süßlichen Geschmack.
Eigenschaften
Der Wiesensalbei soll antibakteriell, zusammenziehend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd, hormonähnlich und schweißhemmend wirken.
Anwendungsbereiche
Der Tee aus den Blättern des Wiesensalbeis wird bei Erkrankungen der Atemwege, bei Erkältungen, Halsschmerzen sowie bei Verdauungsstörungen eingesetzt. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, beispielsweise auch bei Zahnfleischproblemen, kannst Du den Wiesensalbei zum Gurgeln verwenden. Die östrogenartigen Inhaltsstoffe sollen bei Wechseljahresbeschwerden ausgleichend wirken und vor allem vermehrtes Schwitzen und Hitzewallungen lindern. Beim Abstillen soll der Wiesensalbei-Tee ebenfalls nützlich sein und einen Milchstau verhindern. Äußerlich wird der Tee aus der Pflanze für Bäder, Waschungen und Umschläge bei verschiedenen Hauterkrankungen genutzt.
Wichtiger Hinweis
Die Verwendung des Wiesensalbeis ist nicht für die Beseitigung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder krankhaften Beschwerden bestimmt. Die hier niedergeschriebenen Angaben beruhen auf Überlieferung und langjähriger Erfahrung. In keiner Weise sollen eben diese Angaben eine Beratung durch einen Arzt ersetzen. Bei Fragen wende Dich bitte an Deinen Arzt oder Deinen Heilpraktiker.
Smoothie Rezept mit Wiesensalbei
- 1 Romana-Salatherz
- 10 Blätter vom Wiesensalbei sowie einige Blüten (wenn vorhanden)
- 1 Mango
- 1 Apfel
- 1 reife Nektarine
- 1 EL rohes Kakaopulver
- Wasser oder Eiswürfel nach eigenem Geschmack